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Johann Hendrix

Farbgebiete

Johann Hendrix
Der vorliegende Ausstellungskatalog "Farbgebiete" gewährt Einblicke in Johann Hendrix` Schaffens- und Reifeprozess der vergangenen fünf Jahre. Seine Werkgruppen, enstanden aus zwei ganz verschiedenen malerischen Prinzipien, stellen nicht nur die - in der jüngeren Kunstgeschichte oft angezweifelte - Aktualität des Tafelbildes schlechthin unter Beweis, sondern auch die bleibende Existenzberechtigung der Landschaftsmalerei. Damit insbesondere reiht sich der Maler unserer Tage in eine lange und noble Tradition. Claude Lorrain, Camille Corot, Paul Cézanne etwa lassen sich als seine bewunderten Malerahnen anführen. doch nicht nur sie: Johann Hendrix hat auch aus der reinen Farbmalerei des 20. Jahrhunderts Impulse bezogen, jedoch ohne im Geringsten der Gefahr des Epigonentums zu erliegen.

Die Verknüpfung dieser beiden Gestaltungsformen, nämlich der Wiedergabe der tatsächlich erlebten, meist mediterranen Landschaft einerseits und der erdachten, in ureigenen Farbmischungen erreichten monochromen Abstraktion andererseits, hat sich als unverwechselbares Markenzeichen des Künstlers herausgebildet. Dabei hat er verschiedene Stadien der Durchdringung und Überlagerung von Motiven nnd Farben durchlaufen. Sie haben über den klugen Kunstgriff des Bildes im Bilde letztlich zur vielteiligen Vernetzung von Farbbalken und -flächen sowie "Landschaftserinnerungen" im Gemälde "Ephesos" geführt. Johann Hendrix hat die in der freien Natur erprobten geometrischen Lichtbrechungen, ebenfalls individuellen Stilmittel des Malers, auf die "Gesichtslandschaften" seiner Portraits und auf südländische Architekturen, antike Ruinen oder sakrale Bauten übertragen.

Wollte man ihn allein als Meister von Form und Farbe, von Licht und Struktur wertschätzen, würde man seinem alten Bildern zugrunde liegenden, in philosophische und religiöse Bereiche vordringenden Gedankenreichtum nicht gerecht.





74 Seiten; zahlreiche Abbildungen; 24 cm x 29 cm; Broschur; 1. Auflage 2005
ISBN 978-3-89946-048-3
18.00 €
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